Technologie und Innovation

    In der Rehabilitation bietet Technologie ergänzend zur klassischen Therapie immense Möglichkeiten und sorgt für beachtliche Therapiefortschritte – wie beispielsweise das kognitiv-motorische Trainingsgerät «Dividat Senso» zeigt. Um den Genesungsprozess zu optimieren, setzt ZURZACH Care deshalb konsequent auf den ergänzenden Einsatz moderner Anwendungen und entwickelte den Technologieeinsatz auch 2023 weiter.

    Die Schliessung von Ambulanten Zentren und der damit verbundene Umzug der Gerätschaften führten zum weiteren Ausbau des spezialisierten Therapieangebots an den zwei Technologie-Hubs in Bad Zurzach und Kilchberg (ab Dezember 2023 in der Rehaklinik Limmattal). Auch Braunwald und Sonnmatt Luzern erweiterten ihr Angebot technologiegestützter Therapien.

    Neue Kooperationen wie etwa die Teilnahme am EU-Innovationsprojekt «RecoveryFun», die «Digital Health Initiative»-Partnerschaft und das Pilotprojekt für App-basierte Tele-Rehabilitation zeigen, dass sich ZURZACH Care beim Einsatz von technologischen Möglichkeiten am Puls der Zeit befindet. 

    Ko­ope­ra­tio­nen

    Logo von RESC
    Stärkung der akademischen Anbindung

    Durch die Anbindung zur Rehabilitations-Initiative RESC der ETH Zürich stärkte ZURZACH Care die akademische Zusammenarbeit. 2023 startete ein weiteres Forschungsprojekt in Kooperation zwischen dem Rehabilitation Engineering Lab und dem Neuroengineering Lab der ETH Zürich. Mit den gleichen Partnern fand im Berichtsjahr zudem ein Projekt seinen erfolgreichen Abschluss: Mit einem in der Hand tragbaren sogenannten Exoskelett ist es nun möglich, die Greifkraft der Hände sowie die Bewegungsreichweite der Finger zu vergrössern. Dies geschieht durch eine Kombination von sensorischem Feedback auf der Basis von transkutaner elektrischer Stimulation (TENS).

    Symbolbild für die medizinische Entwicklung
    Pilotprojekt für innovative App-basierte Tele-Rehabilitation

    Das Departement Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau genehmigte das Gesuch um finanzielle Unterstützung eines innovativen App-basierten Pilotprojekts. Für Patientinnen und Patienten mit leichten traumatischen Hirnverletzungen entwickelt ZURZACH Care gemeinsam mit der ETH Zürich und dem Kantonsspital Baden eine App: In naher Zukunft sollen für Betroffene individuelle und jederzeit zugängliche therapeutische und hypnotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Schlafs zur Verfügung stehen. Die Anwendung der App soll die Prognose für die Betroffenen signifikant verbessern und die Chronifizierungsrate reduzieren. Mit diesem Versorgungsmodell kann eine Behandlungslücke geschlossen werden. Es ist zudem ein Beitrag, Ressourcen im Gesundheitssystem zu sparen. 
    Das Projekt startete im November 2023 und wird bis November 2025 dauern. Die Projektleitung seitens ZURZACH Care unterliegt Dr. Sebastian Frese. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den Partnern Prof. Dr. Carlo Menon von der ETH Zürich und Dr. med. Markus Schwendinger vom Kantonsspital Baden umgesetzt.

    Bluelion – die Digital Health Initiative
    2023 war ZURZACH Care Digital Health Partner von Bluelion DHI. Diese Kooperation ermöglichte den Austausch mit Start-up-Firmen und anderen Healthcare Providern, um Innovationen im Gesundheitswesen sowie relevante Entwicklungen im klinischen Bereich und entlang des Patientenpfads gemeinsam voranzutreiben zu können. Wichtige Impulse für die Gesundheit der Patientinnen und Patienten sowie für die Digitalisierung im Gesundheitswesen setzten zudem die Teilnahme an Seminaren und Workshops, was nebenbei eine Erweiterung des Netzwerks von ZURZACH Care bewirkte.
    Senioren mit VR-Brille
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    Weiterführung des Tele-Rehabilitation-Projekts „RecoveryFun“

    Die Unterstützung von Patientinnen und Patienten im häuslichen Umfeld und die Entwicklung des Behandlungspfads gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das 2021 gestartete Tele-Rehabilitations-Projekt «RecoveryFun» soll durch die Anwendung von virtueller Realität (VR), Internet der Dinge (IoT) und künstlicher Intelligenz (AI) Rehabilitationsmöglichkeiten für Menschen mit chronischen Erkrankungen schaffen und als Prävention von Gebrechlichkeit eingesetzt werden können.

    2023 konnten ein Prototyp der VR-Tele-Rehabilitationsplattform und eine Mobile-App entwickelt werden, mit deren Hilfe Angehörige den Rehabilitationsverlauf unterstützen können. Zudem entwickelte ZURZACH Care Exergames sowie das Clinical Dashboard weiter und implementierte einen Sensor zur Messung, beispielsweise von Stress.

    2024 wird die technische Funktionalität dieses VR-Systems, respektive der gekoppelten Hardwarekomponenten und Softwareteilsysteme, durch potenzielle Endnutzer wie Patientinnen und Patienten sowie Therapeutinnen und Therapeuten überprüft.   

    Wei­te­re Pro­jek­te

    Technologie-Hubs: spezialisierte Therapien

    Ergänzend zur klassischen Physio- und Ergotherapie bietet ZURZACH Care roboter- und technologiegestützte Therapien an. Diese moderne Therapieform beeinflusst die Rehabilitation von Patientinnen und Patienten positiv, zum Beispiel solche mit neurologischen oder muskuloskelettalen Erkrankungen. Angeboten werden diese Therapien an verschiedenen Standorten von ZURZACH Care (Technologie-Hubs): in der Rehaklinik Bad Zurzach, Rehaklinik Limmattal, Rehaklinik Sonnmatt Luzern und in der Rehaklinik Braunwald.

    Mit dem «DD System ELITE» konnte der Gerätepark in Bad Zurzach erweitert werden. Dieses moderne roboterunterstützte, spielebasierte Beintrainingssystem wird beispielsweise für neuromotorisches Krafttraining und neurokognitives Training eingesetzt.

    Mit der Schliessung der Rehaklinik Kilchberg ist dieser Technologie-Hub Ende 2023 von Kilchberg nach Schlieren in die Rehaklinik Limmattal umgezogen. Dort stehen Patientinnen und Patienten die gleichen roboter- und technologiegestützten Therapien zur Verfügung.

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